Höchstes Prüfsiegel für Gelenkchirurgie

Das Johanneum Wildeshausen ist als Maximalversorger zertifiziert. Es ist eines von zwölf Zentren in Niedersachsen

Quelle: Weser-Kurier, vom 09.11.2017, Autor: Kerstin Bendix-Karsten; Foto: Ingo Moellers

Wildeshausen. Das Knie tut weh. Sport und selbst kleine Spaziergänge bringen keinen Spaß mehr, das Treppensteigen wird zum Problem. Gerade Menschen mit Arthrose können davon ein Lied singen. Wenn schmerz- und entzündungshemmende Medikamente und Physiotherapie nicht mehr greifen, bleibt als letzter Ausweg oft nur ein künstliches Gelenk. Laut dem Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen sind 2016 in Deutschland über 436 000 endoprothetische Eingriffe an Knie und Hüfte durchgeführt worden – davon 560 im Johanneum Wildeshausen.

Seit Kurzem ist das Endo-Prothetik-Zentrum des Wildeshauser Krankenhauses als sogenannter Maximalversorger zertifiziert. Es ist damit eines von insgesamt zwölf Zentren der Maximalversorgung in Niedersachsen. „Ein Zertifikat dieser Güte belegt unsere qualitativ hochwertige Arbeit bei der Behandlung von Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken“, sagt Dr. Nils H. Goecke, der seit 2011 die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Johanneum leitet. Die Patienten würden nicht nur aus dem Landkreis Oldenburg kommen, sondern auch von weiter weg – sogar aus Bremen, wo es eigentlich ebenfalls zwei Maximalversorger gibt.

Um das höchste Siegel im Bereich der Gelenkersatzchirurgie zu erhalten, muss eine Klinik bestimmte Qualitätskriterien in Medizin, Pflege, Therapie und Organisation bei der Operation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken erfüllen. Diese werden von unabhängigen Sachverständigen gemäß der Qualitätsoffensive der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) geprüft. Zu den Kriterien gehört unter anderem, dass es mindestens zwei Senior-Hauptoperateure gibt, die jeweils mindestens 100 endoprothetische Eingriffe pro Jahr durchführen.

Das Johanneum erfüllt diese Anforderung schon seit Längerem. „Wir haben die Zertifizierung erst jetzt beantragt, weil wir sichergehen wollten, dass wir diese auch halten“, erklärt Goecke. Neben dem Chef der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist auch dessen Stellvertreter, Oberarzt Olaf Maethner, Senior-Hauptoperateur in Wildeshausen. Außerdem gibt es zwei weitere Hauptoperateure. Insgesamt werden im Johanneum jährlich rund 600 Patienten mit Hüft- und Knieendoprothesen behandelt. „70 bis 80 dieser Eingriffe sind Wechseloperationen“, erklärt Goecke. Gefordert seien mindestens 50 Wechseloperationen pro Jahr. Darüber hinaus müsse ein Maximalversorger verschiedene Prothesen, darunter auch Sonderanfertigungen, im Lager vorhalten. Allein für Hüftgelenke habe das Johanneum drei unterschiedliche Prothesen und zwei Sonderprothesen parat. Doch nicht immer gehe es bei den Operationen darum, Patienten ein künstliches Gelenk einzusetzen. „Wir führen auch viele gelenkerhaltende Eingriffe durch“, sagt Goecke. Als Beispiel nennt er Dreifach-Becken-Umstellungen, von denen jährlich 60 vorgenommen werden.

Die Zertifizierung als Maximalversorger gilt für drei Jahre, wobei es jedes Jahr Audits zur Überprüfung gibt. „Das Endo-Prothetik-Zentrum ist inzwischen ein Schwerpunkt und eine wichtige Säule in unserer Klinik“, sagt Hubert Bartel, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses Johanneum.

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