Johanneum sieht sich gewappnet

Vorbereitet auf die zweite Welle

Quelle: Weser Kurier, Autor: Kirsten Bendix-Karsten

Das regionale Infektionsgeschehen wirkt sich auch im Krankenhaus Johanneum Wildeshausen durch eine steigende Fallzahl an Patienten mit einer Corona-Infektion aus. „Mittlerweile haben wir bei der Behandlung von Covid-19-Patienten das Niveau des Frühjahrs erreicht“, erklären Verwaltungsleiter Hubert Bartelt und der Ärztliche Direktor Dr. Alexander Terzic in einer Mitteilung.

Mit der Zuspitzung der Lage im Oktober hat das Johanneum nach eigenen Angaben die Kapazitäten auf der Covid-Isolierstation wieder erhöht. Die Anzahl der Intensivplätze sei bereits seit April von ursprünglich fünf auf elf Betten erweitert worden, insgesamt könne auf bis zu 22 Betten aufgestockt werden. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter agieren sehr routiniert, besonnen und professionell. Dafür gebührt ihnen Lob und Anerkennung“, sagt Bartelt. Zudem könne man feststellen, dass das Hygiene- und Sicherheitskonzept greift. Das zeige sich auch daran, dass es bisher keine Infektion beim Klinikpersonal gebe, die auf den Alltag im Krankenhaus zurückzuführen sei. Gleichwohl befänden sich vereinzelnd Beschäftigte in Quarantäne. Die Ursachen seien jedoch auf Kontakte außerhalb der Klinik zurückzuführen.

Als weitere Reaktion auf das aktuelle Infektionsgeschehen hat das Johanneum seine Besuchsregelung angepasst. Patienten auf den Normalstationen können jeweils nur einen festbenannten Besucher empfangen. Eine Ausnahme wird bei Palliativpatienten gemacht, die in Absprache mit dem behandelnden Arzt auch von mehr als einer Person besucht werden können. „Wir stehen nach wie vor in engem Austausch mit dem Landkreis Oldenburg und dem Gesundheitsamt und orientieren unsere Maßnahmen an der jeweils aktuellen Lage“, erklärt Bartelt.

Auch der Ärztliche Direktor Alexander Terzic lobt das Hygiene- und Sicherheitskonzept: „Es erlaubt uns, den geordneten Regelbetrieb unseres Krankenhauses auch unter Berücksichtigung der Corona-Einschränkungen weiterzuführen.“ Als ein Kernpunkt des Konzepts gilt das Vorscreening bei der Aufnahme mit der Testung aller stationären Patienten. „Dabei ist besonders hervorzuheben, dass das Testergebnis noch am selben Tag vorliegt. So erhalten wir schnellstmöglich positiv bestätigte Testergebnisse und leiten die entsprechenden Maßnahmen wie die Isolierung auf der Covid-Station ein. Sollte es, noch bevor das Testergebnis vorliegt, einen begründeten Verdacht auf eine Sars-Cov-2-Infektion geben, wird der Patient sofort isoliert“, erläutert Terzic. Weitere zentrale Punkte des Hygienekonzepts sind das Vorsichtungszelt am Haupteingang des Krankenhauses an der Feldstraße, das Wegeleitsystem zur Steuerung der Patienten-, Besucher- und Mitarbeiterströme sowie die Kooperation mit umliegenden Kliniken.

Die Strukturen sind laut Bartelt und Terzic so organisiert, dass das Krankenhaus Johanneum auf die jeweilige Corona-Lage flexibel reagieren kann: „Unser Ziel ist es, auch in Corona-Krisenzeiten den Menschen in unserer Region bestmöglich die notwendige medizinische und pflegerische Versorgung anzubieten.“

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