Hausarzt mit ins Boot holen

Interview

Quelle: Nordwest Zeitung, Autor: Klaus Hilkmann

Dr. Michael Bechara (Bild) ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen.

Frage: Was kann der Patient vor einer Gelenkersatz-OP selbst tun?

Bechara: Wichtig ist vor allem, dass der Hausarzt mit ins Boot geholt wird. Um Risiken zu minimieren, sollte die interdisziplinäre Zusammenarbeit schon im ambulanten Bereich praktiziert werden. Entscheidende Punkte sind etwa, dass der Haus- oder Zahnarzt akute Entzündungen bereits im Vorfeld behandelt. Auch verschiedene Medikamente müssen zur Sicherheit des Patienten vor der OP abgesetzt werden.

Frage: Wie erfolgt der Einbau einer Hüftprothese?

Bechara: Die Gelenkersatz-OP wird bei uns in der Regel minimal-invasiv – also besonders muskelschonend – durchgeführt. Das bedeutet, dass wir auf dem Weg zum Gelenk zwischen zwei Muskeln hindurchgehen ohne diese abzulösen. Für den Einbau der Hüftprothese wird zunächst der geschädigte Knochenbereich entfernt. Danach wird die Hüftgelenkpfanne ausgefräst, sodass die Prothese stabil eingepasst werden kann. Die Pfanne ist mit einem speziellen Inlay ausgestattet, in dem der Prothesenkopf gleitfähig und das Gelenk nach der OP voll funktionsfähig ist.

Frage: Wie geht es danach weiter?

Bechara: Bei einem komplikationsfreien Eingriff wächst der Knochen in sechs bis zwölf Wochen in die Prothese hinein, was zu einer dauerhaften Stabilität führt. Die Knochenstabilität sollte vom ersten Tag an eine Voll-Belastung ermöglichen. Das ist wichtig, damit der Patient mobil bleibt.

 

Bild: Krankenhaus Johanneum

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