Dr. Pohl gehört jetzt zum Johanneum

Einziger selbstständiger Fraunearzt in Wildeshausen wird Angestellter

Quelle: Wildeshauser Zeitung, vom 04.07.2019, Autor: Ove Bornholt
Ist jetzt angestellt: Dr. Justus Pohl (l.) mit seinem Chef, dem Johanneum-Geschäftsführer Hubert Bartelt. Bild: Ove Bornholt

Wildeshausen – Lange hat Dr. Justus Pohl nach einem Nachfolger für seine Frauenarztpraxis an der Huntestraße in Wildeshausen gesucht. Fündig wurde der 69-Jährige nicht, auch weil junge Mediziner heutzutage nicht immer den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen wollen, sondern lieber in Gemeinschaftspraxen arbeiten. Also entschied sich Pohl für eine andere Option: Seit dem 1. Juli ist er angestellter Frauenarzt im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Krankenhauses Johanneum. Ein entsprechendes Schild hängt bereits an der Tür der Praxis. Aber der Mediziner praktiziert noch ein paar Jahre weiter an der Huntestraße. Auch die Mitarbeiter wurden übernommen, sodass sich für die Patientinnen nichts ändert – inklusive der Öffnungszeiten. Wenn Pohl irgendwann in den Ruhestand geht, besetzt das Johanneum die Stelle neu. Ob die Praxis dann an der Huntestraße bleibt oder in dasKrankenhaus verlagert wird, ist noch nicht endgültig beschlossen. Wahrscheinlich ist allerdings Letzteres. Die Klinik ist mit Pohls Praxis jetzt Inhaber aller vier Kassenarztsitze für Frauenärzte in Wildeshausen. Im MVZ teilen sich vier Ärzte die bisher drei Sitze: Ali MohamedPflaum, Iryna Rybakovska, Ute Wrehe und Nicole Ziegler. Johanneum-Geschäftsführer Hubert Bartelt verweist auf die 600 Geburten im Jahr in der Klinik. „Wir brauchen mehr Ärzte, um das Niveau zu halten“, sagt er. Dieser Wunsch geht perspektivisch in Erfüllung. Pohl praktiziert seit 28 Jahren in Wildeshausen. Er habe 4500 bis 5000 Patientinnen pro Jahr, schätzt der 69-Jährige, der die organisatorischen und administrativen Aufgaben in seiner Klinik nun an das Johanneum abgegeben hat. „Ich werde wie bisher für meine Patientinnen da sein“, verspricht Pohl und betont zugleich, dass eine belegärztliche Tätigkeit nicht vorgesehen ist. Heißt: Er kann sich weiterhin mit voller Energie der Praxis an der Huntestraße widmen. Pohl hat bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger festgestellt, dass viele junge Mediziner das Risiko einer Selbstständigkeit scheuen. Er wollte dennoch seine Praxis sichern. „Das ist mein Lebenswerk“, sagt der gebürtige Bielefelder, der in der Schweiz aufwuchs und seit 1991 in Wildeshausen praktiziert. Nach einer Anstellung als Oberarzt im Klinikum Frankfurt-Höchst mit rund 3000 Geburten pro Jahr wollte er eigenständig werden. Und da er familiäre Verbindungen nach Wildeshausen hatte, fiel die Wahl auf die Kreisstadt. Die Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe im MVZ ist über die Jahre immer weiter gewachsen, sodass Pohl zuletzt der einzige noch selbstständige Frauenarzt in der Stadt war. „Wir freuen uns, dass nach sehr konstruktiven Gesprächen die Frauenarztpraxis von Dr. Pohl zunächst als Zweigpraxis in die Strukturen unseres MVZ integriert werden konnte und somit Synergien entstehen“, sagt Bartelt. Der Geschäftsführer bezieht sich damit unter anderem auf eine gemeinsame Abrechnung und Buchführung aller MVZ-Ärzte.

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