Johanneum wieder im geordneten Regelbetrieb

Das Krankenhaus Johanneum Wildeshausen stellt sich auf eine geordnete Wiederaufnahme des Regelbetriebs ein. Es orientiert sich damit am politischen Kurs. Danach werden planbare Eingriffe ab Mai unter der Voraussetzung, erforderliche Corona-Maßnahmen beizubehalten, wieder zugelassen. „Wir haben ein weiterführendes Hygienekonzept erarbeitet, dessen Strukturen und Prozesse einen kontrollierten Regelbetrieb bis zum Ende der Corona-Krise unter den besonderen Sicherheitsaspekten ermöglichen. Das Konzept haben wir in dieser Woche einvernehmlich mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg abgestimmt“, erklärt Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt.

Kernpunkt dieses Konzeptes ist der Isolierbereich für COVID-19-Patienten, den das Johanneum bereits Mitte März in Betrieb genommen hatte. Zusätzlich wurden eigens Aufnahmebereiche in den Fachabteilungen eingerichtet. Alle stationären Patienten werden hier vormittags auf eine mögliche COVID-19-Infektion vom Krankenhauspersonal getestet. Bereits abends liegt das Testergebnis vor. Bei negativem Testergebnis wird der Patient in ein Patientenzimmer des jeweiligen Fachbereichs verlegt. Bei positiver Testung erfolgt die Verlegung in den Isolierbereich. "Wichtig ist, dass bereits im Falle eines begründeten Verdachts einer Infektion, noch bevor das Testergebnis vorliegt, der Patient auf der COVID-Station isoliert wird“, erläutert Dr. Alexander Terzic, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses. „Diese umfangreichen Testungen und Hygienemaßnahmen dienen der Sicherheit unserer Patienten und unserer Mitarbeiter.“

Seit Mitte März hatte das Johanneum auf politische und behördliche Anordnung im Rahmen der Corona-Krise planbare, nicht lebensnotwendige Eingriffe und Therapien in allen vertretbaren Fällen abgesetzt, um sich auf die Pandemie vorzubereiten. Die Intensivkapazitäten wurden angepasst und in einer ersten Stufe von fünf auf derzeit elf Intensivbetten erhöht. Im Falle ansteigender Patientenzahlen mit schweren Verläufen einer COVID-19-Infektion können die Beatmungsplätze stufenweise auf 23 ausgeweitet werden. Auch eine Zusammenarbeit mit den Kliniken in Delmenhorst und Stenum zur Bündelung der Kräfte wurde in Erwartung einer sehr hohen Fallzahl an Patienten vereinbart.

Die Ausbrüche dieser neuartigen Infektion besonders in Seniorenheimen der Region in den zurückliegenden Wochen haben laut Bartelt das Johanneum gefordert und gezeigt, „dass unsere Mitarbeiter die verschärften Hygieneregelungen sehr gut und routiniert anwenden.“ Alle Abteilungen hätten die Maßnahmen schnell und qualifiziert umgesetzt, somit konnten auch die Notfallversorgung und die Geburtshilfe jederzeit fortgeführt werden.

Gleichwohl sei durch die politischen und behördlichen Anordnungen zur Bekämpfung der Corona-Krise die Patientenbelegung in den vergangenen sieben Wochen spürbar zurückgegangen, teilweise auf unter 50 Prozent gegenüber der Normalbelegung, bemerkt Bartelt. „Das Notfallgeschehen macht aber sehr deutlich, dass weiterhin auch Patienten mit anderen Erkrankungen und Verletzungen versorgt werden müssen und, dass damals abgesetzte Therapien und Eingriffe den Leidensdruck bei den betroffenen Patienten stark haben ansteigen lassen.“
Jetzt bestehe in der Tat genügend Puffer zum schrittweise Hochfahren der Betten- und OP-Kapazitäten. Mit dem neuen Hygienekonzept werden weiterhin die erforderlichen Kapazitäten für COVID-19-Patienten in unserer Region vorgehalten. Das wird begünstigt durch die diversen Baumaßnahmen der zurückliegenden Jahre, die es dem Johanneum ermöglichen, mit insgesamt 170 aufgestellten Betten mehr als die ausgewiesene Planbettenzahl von 144 vorzuhalten. „Das Krankenhaus Johanneum ist also weiterhin bestmöglich vorbereitet und kann flexibel auf die jeweilige Corona-Lage in unserer Region reagieren“, betont Hubert Bartelt und Dr. Terzic ergänzt: „Die Voraussetzungen für den geordneten Regelbetrieb in Corona-Krisenzeiten sind geschaffen. Patienten, die also eine medizinische Versorgung im Krankenhaus benötigen, können sicher ins Johanneum kommen und sich an die jeweiligen Ansprechpartner im Krankenhaus wenden.“

Artikel eingefügt am 04.05.2020

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