1,6 Millionen Euro fehlen

AKTION „LICHT AUS“ - Krankenhaus Johanneum Wildeshausen beteiligt sich

Quelle: Nordwest Zeitung, vom 12.12.2022, Autor: Christoph Koopmeiners, Bild: Christoph Koopmeiners

Wildeshausen – Dem Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen fehlen für dieses und nächstes Jahr 1,6 Millionen Euro. Diese Zahl nannte Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt, als er sich am Freitagabend zusammen mit Pflegedienstleiterin Maria Zerwuhn und dem Ärztlichen Direktor Dr. Alexander Terzic an der Aktion „Licht aus“ beteiligte. Sie standen 15 Minuten lang vor dem Haupteingang des Johanneums, während drinnen weitgehend die Beleuchtung ausgeschaltet war – sicherheitsrelevante Bereiche wie OP und Intensivstation ausgenommen.

Mit der Aktion machten mehrere christliche Krankenhäuser der Region auf ihre angespannte wirtschaftliche Lage aufmerksam. „Die Kliniken geraten zunehmend in Liquiditätsprobleme. Bei ihnen geht buchstäblich das Licht aus“, sagte Bartelt. In einem Schreiben an die hiesigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie an den Landrat habe das Johanneum seine Lage hinsichtlich explodierender Energiekosten, anhaltender Corona-Belastungen und Inflation deutlich gemacht.

Für 150 000 Menschen

„Wir fahren im Nebel auf Sicht“, beschrieb Bartelt die Situation des einzigen Krankenhauses der Grundversorgung im Landkreis Oldenburg. Das Johanneum betreibe Daseinsvorsorge für 150 000 Menschen. Während kommunale Kliniken bei den Energiekosten von den Kommunen unterstützt würden, stünden die christlichen Häuser allein da. Mit der Aktion „Licht aus“ sendeten die Krankenhäuser einen Hilferuf an die Politik für finanzielle Soforthilfen in vollem Umfang von sechs Milliarden Euro schon zu Beginn des Jahres 2023 und für den Abbau bürokratischer Hindernisse in der Auszahlung der Sofortmittel.

Das Geld vom Bund

Nach Angaben von Bartelt sind von den sechs Milliarden Euro des Bundes 1,5 Milliarden zur Kompensation der indirekten Energiekostensteigerungen (allgemeine Sachkosten wie medizinischer Bedarf und Lebensmittel) von Januar 2022 bis April 2024 vorgesehen. „Dieser Ansatz lässt den Auszahlungsbetrag für jedes einzelne Krankenhaus derart schrumpfen, dass vor Ort die allgemeinen, inflationsbedingten Sachkostensteigerungen damit nicht aufgefangen werden können“, so Bartelt.

Weitere 4,5 Milliarden Euro seien zur Kompensation der direkten Energiekostensteigerung bei Gas, Strom und Fernwärme eingeplant. Für den Geschäftsführer des Johanneums kommt dieser Ansatz jedoch nicht zeitnah und unmittelbar vor Ort in den Kliniken an, sondern mit viel bürokratischem Aufwand erst in den darauffolgenden Budgetjahren.

„Diese Aufteilung entspricht nicht den tatsächlichen Belastungen“, sagte Bartelt. Er habe ausgerechnet, dass das Wildeshauser Krankenhaus von dem Fehlbedarf in Höhe von 1,6 Millionen Euro nur 400 000 Euro erstattet bekäme. In dem Zusammenhang erklärte der Geschäftsführer, dass die Erweiterung und Modernisierung des Krankenhauses in keinem Zusammenhang mit dem Defizit bei den laufenden Kosten stehen. Wie berichtet will das Johanneum 37,8 Millionen Euro investieren.

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